Das erfährt man immer erst hinterher: Während Angela Merkel gerade das Ende der Krise verkündet, zeichnet eine Analyse der EZB ein ganz anderes Bild: Das Weltfinanzsystem stand Anfang Mai kurz vor der Apokalypse. Mit den Anleihen-, Interbanken-, Aktien- und Devisenmärkten habe gleich vier Säulen der Weltwirtschaft der Kollaps gedroht, heißt es in dem Bericht.
Schlimmer als beim Lehmann-Crash
Die Situation sei dabei ernster gewesen als beim Lehmann-Crash in 2008. Die gefährliche Situation sei der Grund gewesen, warum die EZB ihre eigenen Regeln gebrochen und Griechenland durch den Aufkauf der mittlerweile auf Ramsch-Status abgestürzten Staatsanleihen vor dem Zusammenbruch gerettet habe.
Der Bericht ist für die sonst eher aufs Schönreden spezialisierte EZB ungewohnt dramatisch. Bedenklich sei vor allem "die Geschwindigkeit, mit der die Stimmung umschlug" und der drohende Zusammenbruch von "zwei oder mehr großen Banken des Eurogebiets" und das fehlende Vertrauen im Interbankenmarkt.
Gefahr nur aufgeschoben
Beseitigt ist die Gefahr dabei weder in Europa noch in den USA - Hilfspakete und Staatshilfen sind schließlich alles andere als nachhaltige Maßnahmen. Großanleger Soros rief denn auch ganz im Kontrast zum Optimismus unserer Kanzlerin die zweite Phase der Krise aus: "Der Kollaps des Finanzsystems ist real und alles andere als vorbei, wir sind ... mehr dazu
Mittwoch, 14. Juli 2010
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